18. November 2009

Christmas in the Heart mit Bob Dylan


(deutsj) Lassen wir vor unserem geistesauge die vierziger und fünfziger jahre vorbeigehen. Gewissermaßen, auch wenn eine menge geschehen ist, eine periode der stille, nach dem krach und gewalt des zweiten weltkrieges. Eine periode des wunden leckens und des mühsamen aufbaus, der monotonie und des kleinen bürgertums, versüßt mit nierentischen und mit der obligatorischen sansevieria. Schauen wir uns die dunkle jahreszeit an, damals: es weht, schnee jagt durch die mit glühbirnen spärlich beleuchteten straßen, in ein paar schaufenster brennt das erste neonlicht, und nur wenige autos stehen geparkt: ründlich und plump sind sie, mit mehr oder weniger großen heckflossen. Es ist eine karge zeit. Brot mit speck. Kartoffeln in buttermilch. Über die welt wird man noch in schwarz-weiß und grau informiert, und die große technicolor erlebnisse sind Die Zehn Gebote und Ben Hur. Die umweltverschmutzung ist bereits im vollen gange, aber wírd noch nicht als solche erkannt, die verschmutzung des äthers ist nahezu noch nicht vorhanden, und der erste Sputnik erhebt sich bald von der erde. Es gibt radios, die mit ihrem grünen auge anzeigen, ob mit dem drehknopf der richtige sender haargenau eingestellt würde. Die klobige radios sehen überhaupt aus wie große Köpfe, mit einer tastatur die aussieht wie ein gebiß aus elfenbein. Und das fernsehen: mit ach und krach gibt es zwei kanäle und eine menge testbild, begleitet von einem ätzenden ton. Etwas zu sehen gibt es erst ab 17.00 uhr, und ab 23.00 uhr ist sense: dann schlafen die menschen. Es gibt ausnahmen, live dokumentären, wie die bestattung von Pius XII im Vatikan, wie er, natürlich in schwarz-weiß und mit störung, auf einer bahre in einen unheimlichen keller getragen wird. Handys sind science-fiction, telephone haben noch die wenigsten, im keller liegen kohlen, und das haushaltsöl kann mann noch am zapfhahn beim krämerladen auf der ecke kaufen (genauso wie zucker und salz, abgemessen und dann in papiertüten geschüttet).
Zu Weihnachten gibt es wenig geschenke, aber einen baum, mit farbigen lichtern und mit sogenanntem 'engelenhaar' silbrig behangen. Alle zukünftige hippies, revoluzzer, grünen und sonstigen barrikadenstürmer spielen noch liegend auf dem boden mit ihren Märklins und Fleischmanns, mit dem ersten Roboter oder versuchen es mit dem Hula Hoop. Elvis schweigt und dafür spielt im radio Jingle Bells. Auch der junge Robert Zimmermann erlebt in der USA zu jedem Weihnachten, diese heimelige atmosphere des tiefwinters in den spätvierzigern, in den fünfzigern. Und jetzt, nachdem er ein halbes jahrhundert lang mit seiner eigenen musik millionen von menschen erreicht hat, beschließt er genau diese art von weihnachtsmusik auf CD zu pressen. Dylan macht weihnachtsmusik. Warum auch nicht? Es gibt bestimmt hunderte argumente um diesen CD "schrecklich", "überflüssig", "Bob nicht würdig...", "grausam..", etc. zu finden. Man braucht nur ein wenig zu googeln um hurden von aufgeregten Dylanologen zu begegnen. Aber Dylan ist nicht nur ein poet und liedermacher, er ist nun mal das musikalische gewissen und das musikalische gedächtnis Amerikas. In seinen launischen radioshows greift er tief in seiner sammlung von amerikanischer musik, und jetzt hat er selbst diesen part übernommen: kitschigste amerikanische weihnachtsmusik zu spielen. Fünfzehn lieder fröhliches weihnachtsgetöse, mit genau in der mitte eine wahre perle: Adeste Fideles (O come all ye faithfull). Mit seiner kratzbürstenstimme singt Dylan latein. Wer da nicht eine träne wegwischt, ist noch nicht würdig genug um (dylanesken) Weihnachten zu feiern!
Ich sage zu dem ganzen nur: wunderbar! Man kann den Weihnachtsgans schon riechen.

Joseph Canaillo

17. November 2009

Die Anwälte, eine deutsche geschichte


(deutsj!) Vor einigen tagen hatten wir die gelegenheit im Kölner Filmforum einen preview bei zu wohnen von einem sehr eindringlichen, dichten und bewegenden film: 'Die Anwälte', mit dem untertitel: eine deutsche geschichte. Nein, die dokumentäre mit dem spröden titel ist keine hommage an John Grisham, oder ein sonstiger neuer anwalts-thriller - es geht hier um die eng miteinander verwobenen biographien von Ströbele, Mahler und Schily. Alle drei genügsam bekannt in der Bundesrepublik (obwohl, als ich voller begeisterung von dem film erzählte, fragte mich doch jemand, wer Mahler ist). Ausgehend von einer photographie aus den siebziger jahren, beim prozess gegen Mahler, der von den kollegen-anwälten Schily und Ströbele verteidigt wird, verfolgt die regisseurin Birgit Schulz den werdegang der drei. Angefangen beim umstrittenen schahbesuch in Berlin, als bei den demonstrationen der student Ohnesorg von dem mörderischen polizist (und wie jetzt bekannt, auch stasiagent) Kurras am 2. juni 1967 totgeschossen wird, und für eine allgemeine radikalisierung sorgt, über die verteidigung Mahlers, die prozesse gegen die RAF-mitglieder, deren sterben im Stammheim, bis zum eintreten in der innen-parlementarischen politik. Altes filmmaterial wird mit aktuellen interviews der drei abgewechselt. Es entwickelt sich ein differenziertes bild der einzelnen persönlichkeiten, und sogar Mahler, so lange nicht der braune morast in ihm selbst hochrülpst, wirkt auf dem ersten blick sympatisch. Vieles in dem film ist dem zuschauer überlassen: zum beispiel die empfindung dafür zu entwickeln, wie diese drei menschen ein kompliziertes schicksal verbindet, tragisch, aber auch schön und ungeheuer fazettenreich. Interviewt wurden sie einzeln, in einem leeren gerichtssaal. Die bei dem preview anwesende regisseurin, erzählte uns von den schwierigkeiten die es gab, um die drei herren davon zu überzeugen, mitzumachen. Keiner wollte so richtig. Dann machten Ströbele und Mahler mit, und erst als Schily den dann bereits fertigen film mit nur den beiden gesehen hatte, und sichselbst nur in den geschichtlichen dokumentarbildern erlebte, entschloß er sich auch mitzumachen.
Die größte schwierigkeit hatte die regisseurin mit Mahler. Zwischen den langen gesprächen gab es verschiedene eß- und kaffeepausen, Mahler aber war nicht in der lage um unbeschwerten small-talk zu führen - immer wieder kamen seine braune ansichten nach oben geschossen. Wenn man weiß wie er heute ist (er sitzt zur zeit eine sechsjährige haftstrafe aus wegen holocaustverleumdung), bekommen die sachen die er früher gesagt hat einen merkwürdigen beigeschmack.
Ströbele, von anfang an von der regisseurin favorisiert, dagegen, geht unbeirrt seinen weg, und agiert konsequent aus seinem gesellschaftskritischen-pazifistischen blickwinkel, wodurch er schließlich sogar bei den Grünen, wenn es um den Kosovoeinsatz geht, schwierigkeiten bekommt. Wollte er anfänglich auch nicht interviewt werden, hatte die regisseurin nachher ihre liebe mühe den mann beim gespräch festzuhalten, wollte er doch unbedingt zu einer Afghanistan-demonstration gehen.
Schily schließlich, ist in diesem großartigen film, der ruhig noch eine stunde länger hätte dauern können, der große star. Scharf und klar sind seine statements als anwalt in den siebzigern, und als grüner in den achtzigern. In den gesprächen wirkt er abgeklärt aber auch gefühlvoll und zu den sachen stehend, die er in seinem leben gemacht hat. Erst kritisch beäugt, gewann er zunehmend an respekt und sympathie von seiten der regisseurin.
Ein schöner und wichtiger film, der, und da können wir sogar Mahler beipflichten, so wie er es nach fertigstellung der regisseurin sagte, in allen schulen gezeigt werden sollte. Er hat wahrscheinlich dabei etwas anderes im kopf als die regisseurin, viele anderen und wir: aber es stimmt, hingehen muß mann, um sich dazu ein paar gedanken zu machen, auch, ob es nicht langsam zeit ist mal wieder auf die barrikaden zu gehen. Gründe gäbe es genug. Aber auch: wo stehen die barrikaden heute? Hingehen auch deswegen: der film zeigt, wie der untertitel sagt, ein (wichtiges) stück deutscher geschichte.

-Joseph Canaillo-

Mad or Bad ? Gaddafi et al.


(deutsj) Als Uribischer minister für kultur, komik, kabaret und sgn. piss-off aktionen, hat Oberst Gaddafi wieder einmal richtig zugeschlagen: in Rom mal eben 200 (die zahlen gehen in den zeitungen auseinander) hübsche, über 1m70 große, junge Italienerinnen über eine agentur einladen, um denen die segnungen des islams zu erklären, zu erzählen dass Jesus nicht wirklich ans kreuz geschlagen ist, sondern einen doppelgänger hatte (der eben pech hatte), um nachher die damen noch einen koran zu schenken. Die junge damen, die wahrscheinlich mit einem rauschendem beduinenfest gerechnet hatten, bekamen ca. 50,- € taschengeld.

Wir haben auch vernommen, dass, jetzt als gegenleistung, der andere Uribische minister (für entspannung, media und big titties) Silvio Berlusconi nach Mekka eingeladen ist, in der er für 200, mit einer minimalen körbchengröße von D/E beglückte, arabische damen reden wird. Er wird die segnungen des christentums anpreisen, erklären warum Mohammed ein pädophiler psychotiker ist, der gar nicht existiert hat, und zum schluß umsonst bibel verteilen. Im gegensatz zu seinem amtskollegen wird Silvio in der wüste ein rauschendes spaghettifest veranstalten.

16. November 2009

..und eine Hausmitteilung

(deutsj) TC Kronstadt möchte hiermit dankeschön sagen für alle gratulationen, die er in der letzten zeit bekommen hat. Wie der leser bemerkt haben mag, tritt er auf Terra Canaillo noch selten in erscheinung. Wenn er sich blogmäßig bewegt, dann irgendwo ganz anders. Und, zum allerletzten mal: das TC von Kronstadt hat nichts mit Terra Canaillo zu tun, das ist wirklich reiner zufall - das haben wir auch erst bemerkt , als manche leser die initialen mit Terra C. verbunden. TC Kronstadt gab es schon bevor es überhaupt so etwas wie pc's gab.

In der letzten zeit war die Welt (hier mal mit großem buchstabe geschrieben) schöner und größer als die doch einigermaßen öde tastatur eines pc's - darauf kann sie einfach keinen platz nehmen, und so fehlt es dann an zeit, und auch an lust, sich vor dem ding hinzusetzen. Und hat man zeit, dann keine lust. Und hat man lust, dann auf andere sachen.
Wir waren bis auf den ohren gefüllt mit arbeit (sagt man das so: bis auf den ohren gefüllt, bis auf den ohren zu? naja, ist klar), mit auf reise sein und zuletzt mit musik, waren ja doch in der letzten woche das highlight in der dunkelheit des herbstes im Bergischen Land: die Leverkusener Jazztage. Ob wir in der kommenden zeit mehr schreiben werden? Die welt (und unser leben in dieser welt) ist immer noch sehr groß. Terra Canaillo macht aber weiter - sei es, wenn über längere zeit nur gute und weniger gute kommentare das volumen dieses blogs erhöhen, sei es, dass His Holiness Murat Tchundyk etwas publiziert - und das, auch, zum allerletzten mal: Murat Tchundyk ist nicht Canaillo oder Kronstadt! Jedenfalls: grüße von Joseph, TC , und, für alle die sie noch immer adorieren, auch wenn sie als autorin nicht auftaucht, Jane.

30. Oktober 2009

Happy Birthday Mr. Kronstadt!


I proudly present Les tripplettes de Belleville to show you as Birthday Present for Mr. Kronstadt one of the Co founders of Terra Canaillo who helped to giva birth to Uribistan Daily anda now to giva exile to all true Uribipeoples living in Diaspora.
A hearty magash and donta geta squeezed into a ladies backyard as shown in the film above.
A toast to Mr. Kronstadt may you live forever!
His Holine$$
Murat Joy Tchundyk

24. Oktober 2009

Cosmic Eurythmy done by His Holine$$

I go with my little lantern and my lantern goes with me.
Above shine stars and below we shine.
I go witha my lantern rabimmel rabammel RABUMMM!
This old esoteric text from Djermanistan isa mantra how to overcome duality and be part ofa cosmic light.
magash
His Holine$$
Murat joy Tchundyk
This is answer to beautiful Eurythmy from Autumn academy. Click here!

23. Oktober 2009

Give us our money back!


Dearest lovely victims of capitalism!
How are you? Still hava job? Here are some advices whata you canna maka to geta back your money. We are financing poor bankers with our taxes. Hava you thought about ita or waldorf teachers with their minimal income finance the rebuilding ofa big anthro mekka GOETHEANUM?
Everywhere capitalism works.
Some advice for your money growth. Invest in Lockhheed and other weapon industry stocks. There willa be big war in Central Asia. Hope Fak Hue willa be toppled by the Western Army, so we free Uribi Peoples canna return to a free Uribistan.
His Holine$$
Murat Joy tchundyk
P.S. Click here! to see that Americains are prepareing for social unrests. The comeback of concentration camps!

18. Oktober 2009

KURZE, KRÄFTIGE KERLE (89)

In dieser zeit voller schweinereien , fluten demnächst bei Ihnen die Tamilen mit adjudanten, oder gehören sie zu den 200.000 auserwählten die mit flutenden Tamilen ohne adjudant auskommen?

Joseph C. (keine Tamilen, mit oder ohne)


und klicken sie hier für die letzte schweinerei.

11. Oktober 2009

KURZE, KRÄFTIGE KERLE (88)

nazIran

j.canaillo

9. Oktober 2009

KURZE, KRÄFTIGE KERLE (87)

Der plural von MOP ist: mops, moppe, möpse?

joseph c.

3. Oktober 2009

und zum 3. oktober etwas deutsche zeitungskultur!

28. September 2009

Terra Canaillo sagt: Free Polanski!