20. Dezember 2011

19. September 2011

Richard Hamilton (* 24. Februar 1922 - 13. September 2011)

(deutsj) Zeitgenau mit dem ableben von Terra Canaillo starb in England der künstler Richard Hamilton. Hamilton, auch der vater der pop-art genannt, nachdem er mit seiner collage „Just what is it that makes today's homes so different, so appealing? aus 1956 bekannt wurde, hatte bis zuletzt an sein vielseitiges oeuvre, das handwerklich perfekt, poetisch, kritisch und humorvoll ist, gearbeitet. Bis einigen tagen vor seinem tod bereitete er eine große ausstellung über sein werk, für 2013-2014, vor.
Viele haben, ohne es zu wissen, ein werk von Hamilton in ihrem Regal stehen, oder mittlerweile verpackt in einer kiste auf dem dachboden: die bekannte weiße hülle von der doppel-lp der Beatles aus 1968, hat Hamilton entworfen.
In 2003 gab es noch eine große retrospektive im Museum Ludwig in Köln - im gefühl aber, war sie erst in 2007/2008, naja.

Mit Terra Canaillo hat Hamilton soweit etwas zu tun, dass wir, seit unserem anfang als blog, quasi als hausbild eben dieses „Just what is it that makes today's homes so different, so appealing?" in leicht differenzierter Form veröffentlichten. Wir fanden es nur herrlich, wie sich Jane auf dem sofa räkelt, und Kronstadt als junger mann versucht seinen muskeln aufzupumpen.
Jetzt können wir uns natürlich überlegen: mensch, hätten wir weiter gemacht, dann wäre Hamilton vielleicht noch unter uns...

Jedenfalls, betrachten Sie diesen beitrag als ein bericht aus dem jenseits. Und: please Richard, just make today's heavens different and appealing!

12. September 2011

11. September

(deutsj) Gestern war es soweit, seit dem 11/9/2001 sind 10 jahre vergangen, und mit reportagen, gedächtnisstunden, und sonstigen erinnerungen, warnungen, und vermutungen schmeißen wir eine bombige party.

Der 11. September 2001 ist einer der wenigen tagen, von dem wir alle noch ganz genau wissen, was wir alle, du und du, gemacht haben. Dieses besondere vorrecht haben sonst nur tage in der kategorie: mein erster sex, mein abitur, mein führerschein, oder die erste gute musik die ich hörte, der tag an dem ich beschloß keinen broccoli oder hünchen mehr zu essen, ich meine seltsamste briefmarke fand, zum ersten mal auf einem pferd saß oder Picasso gut fand. Jeder hat wohl so einen tag, an den er sich gut erinnern kann, die ihn wichtig ist, obwohl das dazugehörige datum nicht immer vorhanden ist, wie beim 11.09.

Im gegensatz zu den obengenannten tagen aber, ist der 11.09 ein ereignis, dass wir nicht selbst, auch nur teilweise, herbeigeführt haben (darüber können wir natürlich lange bei einem guten glas wein diskutieren, wie alles zusammenhängt), aber der einzelne doch so intensiv miterlebt hat, dass im umkreis von einigen stunden vor und nach den ereignissen um den Twin Towers du und du und du noch ganz genau wissen können, was ihr gerade gemacht habt. Vielleicht erinnerst du dich noch, welche socken du an dem tag getragen hast, wie du gekleidet warst, was du gegessen hast. Hat es geregnet oder schien die sonne?
Versuche das mit den tagen vor und danach zu tun, oder versuche es mit den anderen elften neunten in den letzten neun jahren - was ich am 11. september 2007 gemacht habe, würde ich spontan nicht sagen können.

Nicht nur eine stadt wurde attackiert und gebäuden  in einem leuchtenden inferno verwandelt, auch in uns explodierte es so gewaltig, dass unsere sonst mehr oder weniger trübe felder der erinnerung vom gleisenden licht, wie auf einer fotoplatte, beleuchtet worden sind und eingebrannt wurden für das weitere leben. Was es bei politikern bewirkt hat, wissen wir inzwischen. 

Allein das schon aber wäre ein interessantes buch: menschen, die erzählen was sie an diesem tag getan haben, weil sie es noch so genau wissen. Über den anschlag selbst ist schon genug geschrieben worden, hier geht es um diese beleuchtete momentaufnahmen aus dem alltäglichen leben.

Ich zum beispiel war im urwald, ein urwaldbewohner kam aus einer hütte, und erzählte mir, dass das pentagon attackiert, bombardiert worden war. Das war natürlich schockierend, aber für uns irgendwie keine schlechte nachricht - stell dir vor, das hirn dieser gewaltigen kriegsmaschinerie einfach weggebombt! Dazu kam, dass wir den bericht nicht all zu ernst nahmen, und uns andere sachen widmeten. Erst später, bei den ersten fernsehbildern von den rauchenden türmen, die nacheinander einstürzten, wurde uns das ganze drama zugleich klar... und unfassbar.

An dem tag habe ich reis gegessen, aber das ist eigentlich nicht so besonder, ich esse fast immer reis.

Der 11. september kann man auch als ausgangsdatum benutzen, um zurückzublicken auf den letzten zehn jahren, die man hier auf erden gelebt hat. Was habe ich dort alles gemacht? Im echten leben mehrere theaterstücke geschrieben, höhen und tiefen erlebt, schönes und hässliches erlebt, glück und trauer - das schöne jedoch in der überzahl. Und man ist 10 jahre älter geworden.

Auf der virtuellen ebene wurde Terra Canaillo geboren, am 22. märz 2006. In der zeit hieß es noch, dass vor allem 18. jährige mädchen bloggen, höchstens ein jahr lang führen sie ihr liebes blogtagebuch. Terra Canaillo ist jetzt fünfundeinhalbes jahr alt, damit haben wir also wenigstens das bewiesen: kein liebes tagebuch zu führen und keine 18 jährige mädchen zu sein, oder wenigstens nicht solche 18 jährige mädchen zu sein, die in dieser bloggerstatistik vorkommen, es gibt andere 18 jährige mädchen, die bestimmt länger bloggen, und ausserdem sind die 18 jährige mädchen heute wieder anders als die 18 jährige mädchen in 2006. Nun, ich wil gar nicht über 18 jährige mädchen reden, aus einer zeit, in der die zahl der blogger viel niedriger war als heute.

Es ist unglaublich, wenn wir bedenken welche große zahl an worte, zeichen und grafiken jeden tag, jede stunde, jede minute, dazukommen. Irgendwie sollte doch schluß sein? Dann gibt es keinen byte mehr um etwas zu speichern. Schluss aus, blogger explodiert.

Das passt auch zum 11. September. Sachen hören auf, etwas neues fängt an. Daher ist es hier und jetzt der richtige moment um wirklich schluß zu machen. Jetzt, endgültig, auf zu neuen ufern! Fünfundeinhalb jahre Terra Canaillo is fast wie eine ganze grundschule, ein gymnasium, oder einen job den man etwas länger macht, und was menschen sonst in so einer zeit machen können.

Alle Canaillo leser einen herzlichen lieben dank! Auch dafür, dass ihr in diesen jahren euch daran gewöhnt habt, deutsj zu lesen! Dieser blog gibt es noch ein weilchen als museum, anschließend gehen die türe endgültig zu. Alles gute, und ihr alle: schön weiter bloggen, und euch erinnern, an das was heute ist, auch ohne 11. september.

Ciao! Joseph Canaillo, und bei dieser gelegenheit: auch herzliche grüße von T.C. Kronstadt, und ein küsschen von Jane.

Und ein letztes sonntagsmatinee (8), zur abwechslung am montag:

8. September 2011

Bienen, bienen, bienen, und: Queen of the Sun



(deutsj) Sind sie bereits ein weilchen auf unserem blogheader tätig, haben die bienen, und deren bekanntesten produkt, die honig, es in diesen tagen auf allen vorderseiten der zeitungen gebracht: das Europäische gerichtshof hat geurteilt, dass honigsorten, in denen sich spuren von gentechnisch veränderten blütenstaubs finden, aus den regalen genommen werden müssen. Das ist vor allem einen wichtigen etappensieg für Thomas Radetzki und den verein Mellifera, der hier maßgebend mitgearbeitet hat, siehe hier den bericht.

Man kann sich denken, dass die anwälte von Monsanto & co jetzt überstunden machen, um irgendwelche lücken zu finden, und die lobby jetzt noch häufiger in Berlin an parteitüren klopft.

Und es gibt noch das andere, größte, problem: das verschwinden der bienen. Über dieses sogenannte bienensterben hat der amerikanischen dokumentarfilmer Taggart Siegel einen film gemacht. Der trailer war letzt einmal bei den Egoisten zu sehen, und auch wir hatten bereits im dezember 2010 auf dem film aufmerksam gemacht. Nun wird der film in Kölle gezeigt, mit untertiteln, in dem Filmforum im Museum Ludwig, in anwesenheit von Taggart Siegel, am nächsten Samstag um 18.30 uhr. Also, wer in der nähe wohnt, und dazu rechnen wir auch Terra Canaillo, nix wie hin.

4. September 2011

Canaillos Sonntagsmatinee (7): Trombone Shorty und Frau K. gratulations

(deutsj) Die wochen fliegen vorbei: schon wieder ein Sonntagsmatinee! Hier nummer 7.
Nach wie vor im realen leben ziemlich beschäftigt, und mit einer welt in der so unglaublich viel passiert, so dass wir mit dem kommentieren nicht mehr nachkommen, beschränken wir uns auf unsere matinees.
Heute stellen wir Trombone Shorty, Troy Andrews, vor. Nun ist Shorty inzwischen größer geworden (er ist jetzt 25), aber als knirps spielte er bereits trombone/posaune - aus der zeit hat er seinen namen weg. Trombone Shorty spielt trompete, posaune und singt. Er hat eine unglaubliche bühnenpräsenz, mit seiner energie und virtuosität wird jedes konzert ein ungewöhnliches ereignis.  Unterstützt wird er von seiner band Orleans Avenue, der mit ebenso talentierten musici auftrumpfen darf. In den videos gibt es unter anderem einen großartigen drumsolo von Joey Peebles, der neue Ginger Baker (dessen fan er ist), und meisterhafte saxophoneinlagen von Tim McFatter, alles  junge musici, die zusammen einen faszinierenden wohlklang produzieren. Irgendwann kommt Trombone Shorty ganz groß raus, daher nix wie hin, wenn er (noch) erscheint um im örtlichen musikclub zu spielen.
Und wir gratulieren dazu unsere leserin Frau K., die in der letzten woche geburtstag hatte, und wir natürlich nicht vergessen haben. Und weil Frau K. auch ein großer fan von Shorty ist, haben wir hier gleich drei sachen auf einmal geschafft: Trombone Shorty vorstellen, Frau K.
gratulieren und ein, im gegensatz zu der letzten woche, sehr gelungenes Sonntagsmatinee.
Gute musik ist wie ein warmes bad, wie eine atemberaubende landschaft - ein stückchen paradies eben.




Und hier ist das dritte video mit dem drumsolo, sehe ich erst jetzt (7.9), das es aus dem html nicht herausgekommen ist:

27. August 2011

Sonntagsmatinee (6) mal richtig: Kanon, Kandi und Damon.

(deutsj) Heute wird Canaillos Sonntagsmatinee nicht gefüllt mit musik, sondern, es ist schließlich sonntag, mit einem richtigen predigt. Absolut dämlich und grausam, so furchtbar, dass es wieder lachhaft wird. Und echt aalglatt-dummdackel-amerikanisch, das heißt, dass wir in zwei bis drei jahren, wenn das superstarsuche-format nicht mehr interessant ist, im fernsehen echte deutsche Kanons, eh, Kevins, bewundern können, um ab zu stimmen, welcher am besten predigt.

Was mir noch auffällt: Kanon hat manchmal diesen dumpf triumphierenden G.W. Bush-blick darauf...  

Jetzt bitte, andacht!




23. August 2011

Happy War ! Der Neue Träger des Hutes und Hüter des Goldenen Elefantenstabes

(deutsj) Eine feelgood reporterin mit stahlhelm, ein rebell mit Dem Hut und Goldenem Elefantenstab. Im hintergrund schüsse und rennende kerle. Der krieg verliert sein schrecken, der krieg wird endlich das, was sie immer schon war: ungemein menschlich. Das leben ist schön, ist theater, und vor allem absurd.



21. August 2011

kurze, kräftige kerle (114)

Spannend nicht? Diese rebellen überall, die eroberungen, die kämpfe, die wüste. Echt Karl May.

joseph canaillo


Geiz ist geil! Filiale-eröffnung in London

(deutsj) Ich möchte den geneigten Canailloleser diese werbung, für die größte elektronikkette Deutschlands, nicht vorenthalten. Sie ist anläßlich der anfang august stattgefundenen eröffnung der ersten filiale in Großbrittanien produziert worden. Hammerpreise, geilpreise und trümmerrabatte machen lust auf eine neue Pioneeranlage mit super 3-D HD blue ray etc. Einfach mitnehmen die ware! Geiz ist geil ist geil ist geiliger ist geilstens!

klicken für ein größeres bild

20. August 2011

Canaillos Sommermatinee (5): Stereo Total & Modular

(deutsj) Diese Canaillos sommer/sonntags/etcetera matinees sind genau das richtige um das sommerloch zu füllen. Nicht, dass gar nix in der welt oder sonstwo passiert, oder die phantasie ausgeht (leserin barbara2 sagt dazu: puste, aber was will man, naturwissenschaftlerin eben), aber, wie wir bereits im vor-vorigen etc. post mitteilten: wir haben sonst sehr viel zu tun. Aber an diesem wunderbaren samstagabend, bevor ich wieder im garten verschwinde, und den Ersten Richtigen Outdoor August Sommer Abend entsprechend ausgestattet genieße, ist noch zeit für das neue matinee. Eine gruppe aus Deutschland (eine zweimansgruppe, in der die dame französin ist), Stereo Total, vielleicht hier und dort  bekannt, und eine band aus Argentinien, Modular, hier gänzlich unbekannt. Oder kennt hier jemand Modular? Qua musik post-moderner eklektik, habe ich diese videos genommen wegen der ganz eigenen ästhetik. Das video von Stereo Total ist gemacht worden von einer studentin der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, klasse Mariola Brillowska (na, frau K.! - das ist hier jetzt eine inside-joke, braucht man nicht zu verstehen, um den rest zu verstehen). Das video von Modular entführt den betrachter in perfekter weise in die formensprache der sechsziger jahren, dabei vergisst man, dass der song im grunde genommen eher etwas langweilig ist. Diese videos und hunderte von anderen visuellen leckerbissen findet man auf Vimeo, das bessere youTube.
Und wenn Sie zuhören, sitze ich bereits draussen und betrachte die sternenwelt (auch). Noch eins - das ist so etwas wie Canaillos Sommerpreisfrage - : finde heraus welches (visuelle) element beide videos verbindet.
Als abwechslung kann man auch beide videos zugleicherzeit laufen lassen - mit dem einen ohr versucht man song 1 zu hören, und mit dem anderen, song 2. Wofür hätten wir sonst 2 ohren?



Kamel SutrÉ dAYS 2011


MAGASH DEAREST LOVELY FRÄNDS!
These years we will celebrate the Kamel Sutre Days. Please be welcomed except the Catholic Church we wanna hava fun. And those two guys down below please donta come.
Rememba Love is all there is! As those two swisianz guys gonna tell us. the Men at Sea!
His Holine$$
Murat Joy Tchundyk